Nach zweieinhalb Jahren als Vikar in Bühl und nach einem sehr guten 2. Examen wurde Paul Geck am 26. Juli in der Bühler Johanneskirche von Prälat Marc Witzenbacher zum Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Baden ordiniert. In der vollen Kirche feierte die Bühler Gemeinde mit ihrem Posaunenchor (Leitung Joachim Oßwald) und einer coolen Band (Leitung Achim Plagge) und mit vielen Gästen (auch aus der zukünftigen Kirchengemeinde in Eisingen einen bewegenden Gottesdienst. In seiner Predigt über das Gleichnis vom Schatz im Acker (Mt 13) stellte der neue Pfarrer die Schönheit und Kostbarkeit des Christusglaubens heraus.
Quelle: Friedemann Günther
Nach zweieinhalb Jahren als Vikar in Bühl und nach einem sehr guten 2. Examen wurde Paul Geck am 26. Juli in der Bühler Johanneskirche von Prälat Marc Witzenbacher zum Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Baden ordiniert. In der vollen Kirche feierte die Bühler Gemeinde mit ihrem Posaunenchor (Leitung Joachim Oßwald) und einer coolen Band (Leitung Achim Plagge) und mit vielen Gästen (auch aus der zukünftigen Kirchengemeinde in Eisingen einen bewegenden Gottesdienst. In seiner Predigt über das Gleichnis vom Schatz im Acker (Mt 13) stellte der neue Pfarrer die Schönheit und Kostbarkeit des Christusglaubens heraus.
Im Presseartikel (im ABB) ging Redakteurin Katrin König-Derki auch auf die Ansprache des Prälaten Marc Witzenbacher ein, der sich in der aktuellen Umbruchszeit der Kirche über den neuen engagierten Geistlichen freute. Er entfaltete das Bibelwort, das Paul Geck sich als Ordinations-Leitwort gewählt hatte und in dem es ebenfalls um Jesus Christus als Grund und die Mitte der Kirche ging: In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis (Kolosser 2).
„Mit einem feierlichen Gottesdienst ist Paul Geck nach über zwei Jahren Lehrvikariat in Bühl in der Johanneskirche zum evangelischen Pfarrer ordiniert worden. Zahlreiche Mitglieder und Mitarbeitende der Gemeinde sowie langjährige Wegbegleiter waren erschienen, um den besonderen Schritt in das geistliche Amt gemeinsam mit Geck zu feiern. Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes gestalteten der Posaunenchor der Gemeinde und eine Band um Joachim Oswald.Pfarrer Götz Häuser wertete es als schön, dass Paul Geck sich zur Einzelordination entschied, statt die zentrale Ordination zu wählen. „Es ist wichtig, dass die Gemeinde da ist, wir übernehmen eine Mitverantwortung. Wir vertrauen dir das Amt an“, sagte er, an den jungen Mann gewandt. In Erinnerung an seine eigene Ordination vor Jahrzehnten in Hinterzarten beschrieb Häuser seine persönliche Erfahrung: „Es ist Gott selbst, der wirksam und kraftvoll in die Aufgabe beruft.“
Prälat Marc Witzenbacher, in Vertretung von Landesbischöfin Heike Springhart aus Freiburg angereist, sprach von einem „großen Tag der Freude“. „Wir freuen uns mit Ihnen und Ihrer Familie. Und wir freuen uns als Landeskirche.“ Gerade in einer Zeit, in der oft — auch bedenklich — über die Zukunft der Kirche gesprochen werde, tue es gut, einfach dankbar zu sein: „Christus hört nicht auf, Menschen zu rufen.“ Er griff die Zeit auf, die Geck in Rom verbrachte: Dort habe er sich intensiv mit der Frage der Gemeinschaft auseinandergesetzt und auch durchaus erwogen, einer geistlichen Gemeinschaft beizutreten. „Sie haben sich - und das dankt Ihnen vermutlich nicht nur die Landeskirche – anders entschieden.“ Dennoch habe das Thema Paul Geck nicht losgelassen, sagte Witzenbacher mit Blick auf dessen Dissertation. „Sie kreist um eine Frage: Was hält die Gemeinschaft der Kirche zusammen? Ich finde, das ist eine der wichtigsten Fragen für einen zukünftigen Pfarrer.“ Der Kolosserbrief gebe darauf eine Antwort, und diese habe Geck sich als Ordinationsvers ausgesucht. Darin heiße es: „In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ Das Wort „verborgen“ berühre ihn dabei besonders, so der Prälat. „Unsere Zeit liebt Sichtbarkeit. Sie zählt Reichweiten, Besucherzahlen und Erfolge. Dieses Wort erinnert uns jedoch daran, dass die entscheidenden Schätze Gottes oft verborgen sind.“ Gott habe „die merkwürdige Angewohnheit“, seine größten Wirkungen unscheinbar beginnen zu lassen: ein Kind in einer Krippe, ein Kreuz vor den Toren Jerusalems, ein Wort in einer Predigt, ein Besuch am Krankenbett. Er werde Gottes Wirken nicht immer sehen, sagte Witzenbacher zu Paul Geck. Das Evangelium wirke oft leise: „Ein Wort, das Sie längst vergessen haben, trägt vielleicht Jahre später immer noch einen Menschen. Ein Segen, den Sie selbstverständlich sprechen, schenkt anderen neue Hoffnung. Nicht weil Sie alles richtig machen. Sondern weil Christus treu ist und in ihm alle Schätze verborgen sind.“
Das sei die große Freiheit des Pfarramts: „Sie müssen die Kirche nicht tragen. Diese Aufgabe ist bereits vergeben“, konstatierte der Prälat unter Gelächter. Ein Pfarrer dürfe aber predigen, taufen, das Abendmahl feiern, Menschen segnen, trösten und ermutigen. „Und darauf vertrauen, dass Gott selbst handelt.“ Die Kirche, betonte er, habe nur eine Mitte: Jesus Christus. „Vielleicht liegt genau darin die Antwort auf die Frage, was Kirche zusammenhält. Nicht, dass wir immer einer Meinung sind. Sondern dass wir gemeinsam auf Christus ausgerichtet sind.“Er wünschte Paul Geck, „dass Sie sich die Freude am Lernen, an den Menschen und vor allem an Christus bewahren, denn daraus wird Ihr Dienst leben“. Manchmal werde Christus neben ihm gehen, manchmal werde er ihn tragen. „Allein gehen Sie niemals.“ Die Ordination und Beauftragung vollzog Marc Witzenbacher mit Gebet, Auflegen der Hände und Segen, und zwar gemeinsam mit den Pfarrern Philip Geck und Paul Vögler, jeweils Bruder und Freund von Paul Geck, sowie dessen Doktorvater Peter Zimmerling. Zudem verlas und übergab Witzenbacher die über die Ordination ausgestellte Urkunde. Nachdem Götz Häuser auch die Ehefrau Gecks, Leah, mit den zwei kleinen Kindern des Paares zum Altar gerufen und die gesamte Familie gesegnet und umarmt hatte, löste Witzenbacher mit folgendem Satz Applaus und Jubel in der Kirche aus: „Wir haben einen neuen Pfarrer!“ Seine erste Stelle als Pfarrer führt Paul Geck, gemeinsam mit seiner Familie, nun nach Eisingen bei Pforzheim.